Such-Analytics: 5 Metriken, die jeder Händler verfolgen sollte
Alex Chibilyaev
5/2/2026
Besucher, die die Suchfunktion Ihres Shops nutzen, sind die motiviertesten Käufer. Sie wissen, was sie wollen, suchen aktiv danach und konvertieren nachweislich 2–3× häufiger als Besucher, die stöbern. Wenn die Suche sie enttäuscht, verlassen sie den Shop sofort.
AACSearch protokolliert automatisch jedes Suchereignis: Suchbegriff, Trefferanzahl, angeklickte Ergebnisse, Session-IDs und Antwortlatenz. Daten ohne Richtung sind jedoch nur Rauschen. Hier sind die fünf Metriken, die wirklich aussagen, ob Ihre Suche hilft oder schadet.
1. Null-Ergebnis-Rate (Ziel: unter 10%)
Die Null-Ergebnis-Rate ist der Prozentsatz der Suchanfragen, die keine Dokumente zurückgeben. Eine Seite ohne Ergebnisse führt garantiert zum Absprung — es gibt buchstäblich nichts für den Nutzer zu tun außer zu gehen.
Eine gesunde Null-Ergebnis-Rate liegt unter 10%. Bei 15–20% weist Ihr Katalog Lücken auf oder Ihre Suchkonfiguration hat Probleme.
Häufige Ursachen:
- Produktnamen stimmen nicht mit Kundensuchbegriffen überein („Trainer" vs „Laufschuhe")
- Tippfehler werden von der Tippfehler-Toleranz nicht erfasst
- Saisonale oder markenbezogene Begriffe ohne Synonyme
Lösung: Öffnen Sie das Analytics-Dashboard in AACSearch, sortieren Sie Anfragen nach Null-Ergebnis-Rate und fügen Sie Synonyme für die Top-10-Begriffe hinzu. Eine einzige Synonymregel kann Hunderte fehlgeschlagene Suchen pro Woche eliminieren.
2. Top-Suchanfragen (wöchentlich prüfen)
Ihre Top-Suchanfragen sind Ihre Kunden, die Ihnen direkt und in großem Maßstab sagen, was sie kaufen möchten. Sie sind das am meisten unterschätzte Daten-Asset im E-Commerce.
Was tun:
- Ordnen Sie die Top-50-Anfragen ihrem aktuellen Erstplatzierten zu. Ist es das richtige Produkt?
- Markieren Sie Anfragen mit einer Null-Ergebnis-Rate über 5%
- Nutzen Sie Kurierungen, um das beste Ergebnis manuell zu priorisieren
3. Klickrate (Ziel: über 40%)
Die Klickrate misst, bei wie viel Prozent der Suchen mindestens einmal geklickt wird. Eine niedrige Klickrate bedeutet, dass Nutzer Ergebnisse sehen, aber nicht überzeugt sind.
Häufige Ursachen niedriger Klickrate:
- Falsches Produkt auf Rang 1
- Fehlende Produktbilder in den Ergebnissen
- Preise nicht in der Ergebniskarte sichtbar
- Ergebnisse zu ähnlich (keine Vielfalt in den Top 5)
Lösung: Prüfen Sie die Suchanfragen mit niedrigster Klickrate. Verwenden Sie Kurierungen für spezifische Anfragen mit hohem Wert.
4. Such-Absprungrate (Ziel: unter 25%)
Der Prozentsatz der Sitzungen, bei denen die letzte Aktion eine Suche war — der Nutzer hat gesucht, Ergebnisse gesehen und den Shop verlassen, ohne zu klicken. Dies unterscheidet sich von Null-Ergebnissen: Sie haben etwas gezeigt, aber es war nicht überzeugend.
Lösung: Identifizieren Sie Suchanfragen mit hoher Absprungrate und hoher Trefferanzahl. Die Ergebnisse existieren — warum klicken die Nutzer nicht? Prüfen Sie das Design der Ergebniskarte, die Facetten-Optionen und die Rangreihenfolge.
5. Durchschnittliche Position der angeklickten Ergebnisse (Ziel: unter 3)
Diese Metrik zeigt, wie weit Nutzer durchschnittlich scrollen müssen, bevor sie das Gesuchte finden. Liegt der Durchschnitt bei 6 oder 7, ist Ihr Ranking falsch — das richtige Produkt existiert, ist aber vergraben.
Lösung: Aktivieren Sie das Relevanz-Tuning in AACSearch. Erhöhen Sie das Gewicht der Felder, nach denen Nutzer tatsächlich suchen (Name, Marke, Kategorie), und reduzieren Sie das Gewicht weniger relevanter Felder.
Analytics in AACSearch einrichten
Bei Verwendung des AACSearch-Widgets werden alle fünf Metriken automatisch verfolgt — keine Konfiguration erforderlich. Das Widget sendet bei jeder Suche ein search_query-Ereignis und bei jedem Klick ein result_click-Ereignis.
{
"type": "search_query",
"query": "laufschuhe",
"resultCount": 42,
"latencyMs": 18,
"sessionId": "sess_xyz"
}
{
"type": "result_click",
"query": "laufschuhe",
"productId": "prod_8821",
"position": 2,
"sessionId": "sess_xyz"
}
Fazit
Such-Analytics ist die schnellste Rückkopplungsschleife zwischen Ihrem Katalog und Ihren Kunden. Sie müssen keine A/B-Tests durchführen oder ein Datenteam einstellen. Sie müssen einmal pro Woche auf das Dashboard schauen und danach handeln.
Null-Ergebnis-Rate zeigt, was fehlt. Top-Anfragen zeigen, was beliebt ist. Klickrate zeigt, ob Ergebnisse der Absicht entsprechen. Absprungrate zeigt, ob die Erfahrung überzeugt. Durchschnittliche Position zeigt, ob das Ranking stimmt.
Beheben Sie diese fünf Metriken und Sie verbessern Ihre Suche. Verbessern Sie Ihre Suche und Sie steigern Ihren Umsatz.